Sonntag, 6. August 2017

Ein Hauch von Tüll...

... gehört in den Müll. Das sagt zumindest mein Mann immer wenn das Wort Tüll fällt - Aber heute soll genau das Gegenteil der Fall sein: Ein Hauch von Tüll - viel weniger Müll!

Schon lange ärgert es mich wenn ich einkaufen bin dass man immer diese doofen Plastiktütchen nehmen muss um das Obst, das man haben möchte einzupacken. Die Tüten reißen so schnell, dass man sie nicht einmal mehr als Müll Tüte wieder verwenden kann (und wirklich viel passt auch nicht rein). 
Immer wieder habe ich überlegt, was als Alternative dienen könnte - es darf nicht schwer sein, damit es beim Wiegen nicht ins Gewicht fällt und sollte möglichst durchsichtig sein um den Verkäufern an der Kasse das Leben nicht unnötig schwer zu machen. 

Durch Zufall habe ich (als ich eigentlich etwas ganz anderes gesucht habe ein Bild gefunden, dass mich dann auf die heutige Idee gebracht hat: 

Ein Obst- und Gemüse Säckchen aus Tüll



Das Nähprojekt ist echt einfach also auch für blutige Nähanfänger geeignet, die sich den Müll durch die Tüten sparen wollen. Ich hab versucht es wirklich Schritt für Schritt zu erklären - alls was unklar ist sagt gern bescheid.
Bei Bedarf können die kleinen Beutel  nach der Benutzung ganz einfach gewaschen und beim nächsten Mal wieder verwendet werden.

Was ihr dazu braucht:


- Tüll den gibt es in jedem gut sortierten Stoffladen (oder natürlich auch im Internet). 
Einen halben Meter Tüll bekommt ihr für unter einem Euro und das reicht je nach Größe eurer Säckchen für ca. 4-5 Stück davon.
- Ein Band zum zuziehen von den Säckchen. Dieser sollte möglichst dünn und leicht sein (nicht dass ihr an der Kasse mehr bezahlen müsst, weil das Band so viel wiegt...
- Ein paar Stecknadeln damit euch der Tüll beim Nähen nicht davon flutscht 
- Nähgarn und Nähmaschine 
. Eine Sicherheitsnadel


So geht´s...



Als erstes müsst ihr euch überlegen, wie groß euer Säckchen werden soll.
Ich habe mich in etwa für die Größe eines DinA4 Blattes entschieden. Also habe ich den Tüll einmal in der Mitte gefaltet (Stoffbruch) und das Papier als Schnittmuster auf den Stoff gelegt.
Damit der Beutel beim Nähen nicht kleiner wird durch die Naht habe ich an allen Seiten eine Nahtzugabe von ca 1cm zugegeben und an der oberen Seite eine Zugabe von 5cm und das dann ausgeschnitten.
Diese 5cm brauche ich um einen Tunnel für das Band zu nähen aber das zeige ich euch im nächsten Schritt.


Faltet nun den Tüll wieder auseinander, sodass er breit vor euch liegt. Wenn ihr ebenfalls das DinA4 Blatt als Vorlage genommen habt muss euer Stoffstück nun etwas größer sein als zwei A4 Seiten.
Schlagt nun an der Seite, an der ihr zusätzlich die 5cm Nahtzugabe gerechnet habt einen Streifen von ca 2 cm um und wiederholt das Ganze nocheinmal. Einfacher geht es wenn ihr es zwei mal umbügelt, dann rutscht es nicht so weg (Tüll hat manchmal ein bisschen seinen eigenen Kopf). Ihr könnt es aber auch ohne bügeln umschlagen und direkt feststecken. Wenn ihr das getan habt verschwindet die Schnittkante im so genannten Tunnel und es sieht schön sauber aus.


Näht nun an der Kannte eures Tunnels mit der Nähmaschine fest. Wichtig: Macht am Anfang und am Ende eurer Naht einige Stiche vorwärts und nochmal ein paar rückwärts damit es auch sicher hält und nicht aufgeht.





Wenn ihr euren Tunnel genäht habt faltet ihr euren Tüll wieder so aufeinander, wie der Beutel später sein soll...


... und steckt das Ganze mit  einigen Stecknadeln fest.


Nun könnt ihr das Säckchen an den beiden, noch offenen Seiten mit einer Naht (Wichtig: Auch hier einige Stiche vor und wieder zurück nähen am Anfang und Ende der Naht) schließen. 
WICHTIG: den Tunnel nicht zunähen, sondern erst ab bzw bis zu eurer Tunnelnaht nähen, sonst wird es schwierig euer Band einzuziehen.


  Denn genau das ist der nächste Schritt. Piekt die Sicherheitsnadel durch euer Band...


...Und schiebt diese dann an der Öffnung (die ihr nicht zugenäht habt ;-)) hinein und schiebt sie durch euren Tunnel bis sie an der anderen Seite wieder heraus kommt. 


 Wenn ihr an der anderen Seite mit dem Band wieder heraus gekommen seid könnt ihr die Sicherheitsnadel ab machen und direkt bei der Öffnung einen Knoten machen, damit ihr das Band nicht verliert. Schneidet die Enden ab und dreht das Säckchen um, damit die Nähte innen verschwinden.


Die Säckchen sind im Nu fertig und wirklich einfach. Ich hoffe euch gefallen sie so  gut wie mir und wenn ihr alle mit macht können wir eine Menge der Tüten in den Läden sparen.

Lasst es mich wissen wie euch meine Alternative gefällt =)

Bis ganz bald eure Utini

Sonntag, 16. Juli 2017

Das schwarze Gold des Waldes

Habt ihr auch Gerüche oder einen bestimmten Geschmack der euch an eure Kindheit erinnert?

Bei mir ist eines davon auf jeden Fall die Heidelbeere. Da bei uns in der Gegend viele dieser Heidelbeersträucher wachsen ist es bei uns ganz normal "in die Beeren" zu gehen sobald man die ersten blauen Stellen im Wald entdecken kann. Auch klar, dass man da schon als Kind mit genommen wird. Irgendwann kommt dann die Zeit in der man es nur noch furchtbar nervig findet wenn man mit "muss" zur Heidelbeerernte. Aber zum Glück ist auch diese Zeit irgendwann vorbei und inzwischen könnte ich mich wieder rein legen in die Beerchen (zumindest wenn ich nicht so Zeckenanfallig wäre :))
Und nein - Kulturheidelbeeren aus dem Lebensmittelgeschäft sind mit Waldheidelbeeren nicht im Ansatz zu vergleichen...

Was in der Heidelbeerzeit dringend zum Grundnahrungsmittel gilt ist definitiv der Heidelbeerpfannkuchen. Ich liebe ja Pfannkuchen sowieso in jeglicher Form aber Heidelbeerpfannkuchen legen da immer noch eins oben drauf =)...


Zutaten:

Für 2-3 Personen

Natürlich frische (echte) Heidelbeeren
300g Mehl
2 Esslöffel Honig
3 Eier
etwa 1/2 Liter Milch
Etwas Öl oder Butter für die Pfanne





Natürlich könnt ihr den Honig auch durch  Zucker ersetzen aber ich liebe die Kombination aus Heidelbeeren und (am liebsten) Waldhonig. Außerdem muss ja nicht immer überall der raffinierte Zucker rein...


Als erstes braucht ihr zwei Gefäße. Ein schmales Hohes und eine etwas größere Schüssel.


Gebt in die Schüssel das Mehl sowie den Honig. Trennt eure Eier, sodass das Eiweiß in das leere, hohe Gefäß kommt und das Eigelb in eure große Schüssel.


Gebt nun nach und nach die Milch in die Schüssel zu eurer Mehl-Mischung und rührt es gut durch, damit es keine Klümpchen gibt.
(Ihr könnt mit der Milch bestimmen wie ihr eure Pfannkuchen mögt - eher dünn ähnlich wie ein
Crêpe, dann braucht ihr mehr Milch - oder dick dann braucht ihr weniger Milch


Schlagt nun euer Eiweiß zu Schaum (das geht wie gesagt in einem schmalen, hohen Gefäß am besten, da die Rührbesen dann am besten greifen können.) und gebt das geschlagene Eiweiß zu eurem Teig und hebt es vorsichtig unter. 


Jetzt kann es mit dem ausbacken der Pfannkuchen los gehen. Lasst etwas Butter in der Pfanne schmelzen oder gebt etwas Öl in die Pfanne.


Gebt ganz ganz kurz die Heidelbeeren in die Pfanne (nicht mehr als mittlere Hitze - lasst es lieber etwas langsamer backen. Nicht dass es nachher außen schwarz und innen noch teigig ist.)


Gebt dann sofort euren Teig auf die Heidelbeeren und backt ihn von beiden Seiten goldbraun.


Wenn ihr wollt könnt ihr noch etwas Puderzucker oder Zimtzucker drauf machen oder den Pfannkuchen einfach so servieren.




Übrigens: Zum Schluss noch ein kleiner Hausfrauentipp. Wenn man blaue Heidelbeerhände hat geht das am besten mit Zitronensaft wieder ab. Also wenn man die Zitrone wie eine Seife nutzt :D

Nun wünsche ich euch allen viel Spaß beim Heidelbeeren suchen und Pfannkuchen backen...





Sonntag, 2. Juli 2017

Glas - Fliegenschutz

Nachdem ich euch die letzten Wochen immer mit in meine Küche genommen habe gibt es heute mal wieder etwas zum basteln bzw. nähen...


Kennt ihr das? Ihr sitzt gemütlich auf dem Balkon und plötzlich fängt es um euch herum an zu summen. Und wo landet die Fliege? Natürlich mitten in eurem Getränk.
Wenn es nicht nur eine Fliege sondern eine Biene oder Wespe ist, die in euer Glas fliegt kann es richtig gefährlich werden. Aus diesem Grund habe ich mir im letzten Jahr Glas -Fliegenschutz genäht.
Heute will ich euch zeigen, wie ihr das Schritt für Schritt einfach und schnell nachnähen könnt.


Was ihr dazu braucht:


Stoffreste
Stecknadeln
Schneiderkreide oder einen Stift zum aufzeichnen
Nähmaschine
Faden
Etwas zum beschweren (in meinem Fall kleine Zapfen und Perlen)




So gehts:


Damit es auf den Bildern gut zu sehen ist habe ich Stoffreste in schwarz und weiß genommen - schöner sind natürlich bunte Farben =)...
Zeichnet zuerst ein Quadrat oder Rechteck  (wenn ihr wollt dass es rechts und links ein wenig tiefer hängt) auf euren Stoff auf. Es sollte etwas größer sein als das Glas, das es später bedecken soll. Meine Vorlage war Beispielsweise 10cm x 11cm.
Messt an jeder Seite 0,5cm Nahtzugabe ab und macht hier ebenfalls ein Quadrat/Rechteck.


Zeichnet an einer Seite eure Wendeöffnung mit 2 kleinen Markierungen ein wie ihr es an dem Schwarzen Stoff sehen könnt und schneidet das Aufgezeichnete an den äußeren Linien aus.
Schneidet einen 2. Stoff eurer Wahl (es kann natürlich auch auf beiden Seiten der Gleiche sein) in der selben Größe zu.


 Lege die beiden Stoffe mit de jeweils "schönen Seiten" (also was man später sehen soll) aufeinander.
Stecke es mit einigen Stecknadeln fest, dass es nicht verrutschen kann.


Beginne dann an einer Seite der Wendeöffnung an deiner Markierung entlang zu nähen bis du am anderen ende der Wendeöffnung an kommst.


 Schneidet die Ecken nun ganz eng an der Naht entlang ab wie ihr es auf dem Bild erkennen könnt.
WICHTIG: Die Naht darf nicht mit eingeschnitten werden ansonsten geht die Naht auf.
Falls ihr sie erwischt habt müsst ihr unbedingt nochmals nach nähen und ausbessern...


Wendet nun euer Stoffstück. Wenn ihr nicht wollt dass man eine Naht sehen soll dann könnt ihr eure Wendeöffnung von Hand mit dem Matratzenstich zu nähen.


Ihr könnt es natürlich auch mit Absicht ganz auffällig machen und die Naht als Deko nehmen :).


Spätestens jetzt müsst ihr überlegen, was ihr zur Beschwerung nutzen könnt (und was zu eurer Deko passt). Da ich oft mit Naturmaterialien dekoriere habe ich mir einfach einige Zapfen gesammelt. Natürlich gehen Muscheln oder auch nicht Natürliche Materialien genau so gut. Tobt euch einfach aus....


Die Teile sind im Nu genäht und so hat man ganz schnell ein ganzes Set genäht.


Los gehts! Lasst euch nicht mehr von den fliegenden Plagegeistern nerven - ran an die Nähmaschine

Samstag, 24. Juni 2017

Holunderblütensirup - Grüße aus der Küche


Heute gibt es einen besonderen Blogpost. Zum Einen gibt es heute schon Samstags was zu lesen - aber das hat auch einen guten Grund:
Heute mache ich mal wieder bei einer tollen Aktion, einem "BlogHop", von der lieben Katrin mit.


Für alle, die mit dem Wort nichts anfangen können ;-):
Es gibt bei dieser Aktion einen Startblog (in diesem Fall eben den von Katrin). Dort ist dann der erste Gruß aus der Küche und im Anschluss der Link um zum nächsten Gruß aus der Küche weiter zu hopsen.
So geht es dann eben von einem zum nächsten bis man alle gelesen hat und den Kopf voll leckerer Ideen hat...


Heute ist mein erster BlogHop und deshalb bin ich gespannt, wie es euch allen gefällt und auch ein bisschen aufgeregt :)...

Mein heutiger "Gruß aus der Küche" ist ein Holunderblütensirup


Wer nicht das erste Mal auf meinem Blog ist weiß bereits dass ich eine Schwäche für Holunder habe.
Und falls noch jemand Interesse hat HIER nochmals das Rezept für Holunderblütengelee.

Meine Leidenschaft für Holunder hat vor einigen Jahren angefangen als ich zufällig auf ein Rezept für eben diesen Holunderblütensirup gestoßen bin und dachte das könnte man ja mal ausprobieren.
Heute möchte ich das Rezept dass ich seid dem Jahr für Jahr mache mit euch teilen.

Übrigens hält sich der Sirup wenn er sauber eingekocht wurde prima für mindestens ein Jahr, bis es wieder Holunderblüten gibt (falls man ihn nicht davor trinkt)



Was ihr dazu braucht:

(für ca 2 Liter Sirup - Aber wer will schon nur 2 Liter davon? Ihr könnt es euch natürlich hoch rechnen wie viel ihr einkochen wollt)

Natürlich jede Menge Holunderblüten (schwierig zu sagen wie viele aber vielleicht so 15-20 Dolden - Ihr könnt es natürlich auch nur mit 5 Dolden machen aber dann schmeckt es nicht wirklich nach Holunder :))
1,5 Liter Wasser
1,5 KG Zucker (wobei ich inzwischen immer etwas weniger nehme mit so viel Zucker ist es doch sehr sehr süß. Weniger als 1KG für 1,5 Liter Wasser würde ich aber auch nicht nehmen - denn der Zucker soll es ja haltbar machen.
2 Zitronen 
1 Limette
1 - 2 Päckchen Zitronensäure


So wird`s gemacht:


Sucht euch als erstes ein großes Gefäß mit Deckel in den eure ganzen Zutaten später hinein passen müssen 
(oder ihr verteilt es auf mehrere). 
WICHTIG ist, dass ihr dieses Gefäß für die nächsten 3 Tage nicht braucht.
Es kann z.B. ein Steinguttopf sein oder einfach ein großer Kochtopf (oder mehrere).


Kontrolliert eure Holunderdolden und schüttelt ungebetene Besucher heraus.
Schneidet eure Zitronen und Limetten in Scheiben und gebt diese gemeinsam mit den Holunderdolden in euren Topf.


 Gebt nun den Zucker sowie die Zitronensäure darüber...


... und bringt euer Wasser zum Kochen (natürlich könnt ihr das auch im Wasserkocher tun und müsst es nicht im Topf machen).
Gebt nun das kochende Wasser über die Restlichen Zutaten und verrührt es gut miteinander. 

Wenn alles gut miteinander vermischt ist und der Zucker sich aufgelöst hat deckt euer Gefäß mit dem Deckel ab und lasst es 3 Tage an einem kühlen Ort ziehen.
Diese 3 Tage eignen sich prima um genugend Flaschen zusammen zu suchen in die ihr den Sirup einkochen wollt und diese ggf. zu spülen.Die Flaschen können groß oder klein sein und auch die Form ist egal lediglich dicht müssen sie sein.


Nachdem 3 Tage um sind sieht das Ganze ein bisschen matschig aus aber dafür ist der Duft grandios!
Siebt nun die Holunderdolden und die Limetten aus eurem Sirup heraus (am gründlichsten geht es indem man es durch einen Sieb in einen anderen Topf gibt).

Gebt in euure Flaschen, sowie über die dazugehörigen Deckel, in die ihr den Sirup einkochen wollt kochend heißes Wasser (genau wie beim Marmelade einkochen), damit ganz sicher keine Keime mehr da sind.


Kocht dann euren Sirup nochmal kräftig auf und füllt es in die vorbereiteten Flaschen (natürlich vorher das Wasser wieder raus gießen ;-D) und dreht die Deckel fest zu.
Seid beim Einfüllen bitte sehr vorsichtig und nutzt am Besten Backhandschuhe denn durch den vielen Zucker hat der Sirup über 100°C wenn er kocht und glaubt mir das wollt ihr nicht auf der Haut haben.
Lasst euch nicht hetzen und macht lieber langsam bevor alles über die Arbeitsplatte läuft.




Ihr könnt euch ein schönes Etikett basteln oder mit einem Kreidemarker darauf schreiben was es ist.
Schön verpackt ist es ein wunderschönes Geschenk egal ob für jung oder alt- oder ihr trinkt ihn einfach selbst =).
Mit dem Sirup könnt ihr eure Getränke verfeinern - egal ob Sekt (z.B. als Hugo), einfaches Mineralwasser (als Limonade) oder zum süßen von selbst gemachtem Eistee einfach immer lecker.



Ich wünsche euch ganz viel Spaß beim nachkochen!
Übrigens lohnt es sich danach definitiv die Küche zu putzen :) - also falls ihr das sowieso demnächst tun wolltet...
Ich bin jetzt ganz gespannt wie es weiter geht bei dem Bloghop ihr auch?
Dann geht es jetzt HIER entlang...
Ich wünsche euch noch ganz viel Spaß beim herumhopsen und einen schönen Mittsommerabend

Eure Utini


Sonntag, 18. Juni 2017

Basic Rezept Mürbeteig

Nachdem ich mit dem Holunder nochmals ein bisschen warten musste (aber versprochen kommende Woche gehts los) gibt es heute das erste Basic - Rezept.
Ich hab den Blog auch ein bisschen umgebaut mit der Hoffnung dass es alles ein wenig übersichtlicher wird :)...


Heute will ich euch mein Rezept für einen Basic Mürbeteig zeigen.
Wie ich schonmal geschrieben hatte bin ich inzwischen vor allem bei Torten ein Fan davon einen Mürbeteig unter den anderen Teig (z.B. unter den Bisquitboden) mit Marmelade zu "kleben". Das hat dann den unheimlichen Vorteil dass eure Torte unten mehr Stabilität hat und außerdem nicht an der Tortenplatte fest klebt. 
Natürlich könnt ihr den Mürbeteig z.B. auch für (Weihnachts-)Plätzchen nutzen.

Das wundervolle an dem Teig ist auch dass man ihn gut am Tag vorher vorbereiten kann - oder auch noch früher wenn ihr es eingefriert. Ich mach es häufig so, dass ich Teig für 2 Böden mache und die eine Hälfte für das nächste mal eingefrieren. Dann hat man gar nicht soooo viel mehraufwand bzw nur einmal und das ist es finde ich alle Mal wert.

Jetzt aber los...



Zutaten:

Das Rezept ist absolut Idiotensicher =). Ihr braucht nur 3 Zutaten:

3 Teile Mehl (z.B. 300g Mehl)
2 Teile Butter (z.B. 200g Butter)
1 Teil Zucker, Zimmerwarm (z.B. 100g Zucker)
1 Prise Salz

Dieses Rezept könnt ihr nun so hoch oder runter rechnen wie viel ihr eben braucht. Wenn ihr diese Menge also 300g Mehl, 200g Butter und 100g Zucker nehmt reicht es für 2 dünne Mürbeteigböden für einen Kuchen.


Ich weiß nicht, wie es euch geht - aber bei Mürbeteig (zumindest bei der Plätzchenbäckerei) gehört ein bisschen naschen dazu. Das Rezept hat hier eben den Vorteil, dass keine rohen Eier drin sind, also kann auch niemand sagen man darf nicht. Und wenn man mit Kindern backt muss man da auch keine Angst haben dass das Kind mal probiert...

Gebt alle Zutaten in eine Schüssel...


...und WICHTIG: Knetet das ganze von Hand.
Durch die Wärme eurer Hand kann sich die Butter mit den restlichen Zutaten verbinden


So in etwa sieht dann euer Teig aus wenn er fertig geknetet ist.

Nun könnt ihr euren Teig evtl. in 2 Portionen Teilen und ggf ein Teil eingefrieren. Den Teig, den ihr gleich nutzen wollt muss für mindestens eine halbe Stunde in den Kühlschrank bevor ihr ihn weiter verarbeitet. Damit er im Kühlschrank nicht austrocknet (besonders falls ihr ihn über Nacht drin lasst könnt ihr die Schüssel in der ihr euren Teig habt mit etwas abdecken oder euren Teig in Frischhaltefolie einwickeln. Das hat den Vorteil, dass ihr nicht den ganzen Kühlschrank mit der Schüssel voll habt.


Nach der Ruhezeit im Kühlschrank könnt ihr euren Teig jetzt verarbeiten. Ich glaub da muss ich euch nicht so viel dazu erklären =).


Damit euer Teig keine Blasen bekommt piekt ein paar Löcher in den Teig. Dazu braucht man nicht unbedingt ein Gerät - es geht auch mit einer Gabel.

Backt euren Boden bei 175°C goldbraun (ca 15-20 Minuten)

Sonntag, 11. Juni 2017

Holunderblütengelee

Endlich ist es auch bei uns so weit: Der Holunder blüht.
Ich weiß ja nicht, wie es euch geht aber ich liebe Holunder - in jeglicher Form =). Das besonders tolle: Man kann nicht nur die Beeren verarbeiten, sondern auch die Blüten 
(Was ich besser finde - Blüten oder Beeren bin ich noch unsicher :D)...


 Wie ihr seht gehen erst die ersten Blüten bei uns auf, aber bevor bei euch die Blütenzeit vorbei ist und ihr gar keine Hollerrezepte mehr brauchen könnt hab ich beschlossen gleich los zu legen. Vielleicht hat ja der eine oder andere von euch auch so viel Lust auf Holunder wie ich =)...


Los gehts

 

Zutaten :

ca. 40 Holunderdolden

 2x Gelierzucker (ich habe 2:1 Gelierzucker verwendet. 1:1 Gelierzucker ist mir immer zu süß...)

Apfelsaft (Wie viel ist abhängig von eurem Gelierzucker. Das könnt ihr hinten drauf bei der Anleitung nachlesen für wie viel Flüssigkeit eine Packung gedacht ist. Es ist wichtig sich wirklich daran zu halten, denn sonst wird euer Gelee nicht fest!!)

Wenn ihr wollt etwas Zitrone oder Limette (Das hilft auch damit es nicht so brutal süß wird)

Als erstes braucht ihr "Holunderdolden" - also die Blüten von eurem Holunderstrauch.


Schnappt euch einen Korb und eine (Garten)Schere und los gehts mit dem Sammeln =)



 
 


Wie oben schon beschrieben wird euer Gelee nicht so ganz pappsüß wenn ihr Zitronen oder Limetten mit rein schmeißt :D. Ich hab mich dazu entschieden beides zu nehmen und hab einfach jeweils 2-3 Scheiben in einen Großen Topf mit dem Apfelsaft rein geschmissen...





Schüttelt eure Blüten gut aus damit keine Tierchen mehr drin sind. Dann kommen sie ebenfalls in den Topf mit dem Apfelsaft. Achtet darauf, dass wirklich die Blüten im Saft sind und nicht der Stiel. 

Das ganze lasst ihr dann 24 Stunden ziehen. (Der Duft, wenn man morgens in die Küche kommt ist einfach herrlich)


 Nach 24 Stunden könnt ihr die Sachen aus eurem Apfelsaft sieben. 
Ihr könnt es Grob mit einem Schaumlöffel machen wie ich - oder einen Küchensieb nehmen. 
Bei dem Schaumlöffel bleiben noch ein paar Blüten im Saft - ich mag das gern wenn ihr es nicht mögt dann empfehle ich euch den Küchensieb...


Jetzt kann es mit dem eigentlichen Gelee kochen los gehen.
Nochmal: Wichtig ist es, dass ihr euch an die Anleitung (Menge  / Kochzeit...) von eurem Gelierzucker haltet. Lest es euch also gut durch bevor ihr los legt.

Spült eure Gläser, sowie die Deckel  und falls ihr einen Trichter nutzen wollt mit kochendem Wasser aus. Richtet lieber mehr Gläser, denn wenn sie euch nicht reichen und ihr dann anfangen müsstet nochmals welche zu spülen wird es doof...


 Ab dem Zeitpunkt an dem ihr den Herd einschaltet ist es wichtig den Topf nicht mehr aus dem Auge zu lassen und zu rühren.
1. Damit ihr den Anfang eurer Kochzeit nicht verpasst
2. Damit euch das ganze nicht überkocht (Vorher bitte runter schalten ;-))


Wenn Eure Kochzeit um ist macht eine Gelierprobe. Das heißt ihr holt mit dem Löffel etwas von dem Gelee aus dem Topf und gebt es auf einen Teller. Dort kühlt das Gelee aus und ihr seht wie fest es wird. Sollte es nicht fest werden müsst ihr die Kochzeit nochmals etwas verlängern. Sollte es fest genug sein könnt ihr damit beginnen das Gelee in die Gläser einzufüllen.


Ich hab es von meiner Oma noch so gelernt die Gläser zu Stürzen (d.h. dass man die Gläser auf den Deckel stellt zum auskühlen). Manche sagen, wenn man die Gläser und Deckel kochend ausgespült hat muss man das nicht - Ich mach es aus Gewohnheit.


Tadaa fertig ist es - Eins meiner Lieblingsgelees.  Lasst es euch schmecken =)

Das nächste Mal lesen wir uns wieder, sobald noch mehr Blüten aufgegangen sind. 
Dann zeige ich euch wie ihr Holunderblütensirup machen könnt. 

Bis bald
Eure Utini