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Freitag, 14. September 2018

Apfeltiramisu

Manch einer hat es vielleicht gemerkt, ich habe das Apfelmus den "Basic Rezepten" zugeordnet.
Heute möchte ich euch ein Rezept zum weiterverarbeiten vorstellen.
Bei diesem Dessert war es wie so oft, dass ich einfach drauf los gemischt hatte, was der Kühlschrank her gab :D.

Apfeltiramisu


Zutaten für 15 Tiramisu Gläser

500g Mascarpone
250g Quark
300g Vanillejogurt
250ml Sahne
etwas Zimt

Löffelbisquits
Etwas Apfelsaft


Mischt Mascarpone, Quark und den Vanillejogurt...



... bis keine Quark- und Mascarponestückchen mehr in der Masse sind. Wenn ihr mögt könnt ihr außerdem etwas Zimt zugeben.


Schlagt dann die Sahne auf und hebt sie unter die Masse.
Damit das Ganze dann wieder etwas fester wird und die Schichten schön werden habe ich es nun noch einmal für ein paar Stunden in  den Kühlschrank gestellt.


Spätestens jetzt müsst ihr euer Apfelmus kochen, damit es auch abkühlen kann.


Wenn alles Angekühlt ist geht es nun weiter...
Je nach Glas müsst ihr die Löffelbisquits verkleinern. Der Einfachheit halber hab ich sie dann einmal kurz in den Apfelsaft getaucht...


... und dann in die Gläser gelegt. Ihr könnt sie aber auch rein legen und mit Apfelsaft beträufeln...


Schichtet nun die Quarkcreme darauf.





Damit die Creme einen nicht "erschlägt ;-) habe ich noch eine Löffelbisquit-Apfelsaft-Schicht eingelegt.


Darauf folgt nun eine Schicht Apfelmus...





... und wieder eine Schicht der Quarkcreme.


Gebt als Abschluss wieder eine Schicht Apfelmus darauf. Streut als Deko noch etwas Zimtzucker auf jedes Glas.
(Im Winter könnt ihr auch eine Zimtrinde hinein Stecken oder daneben legen - aber das ist mir momentan noch zu Weihnachtlich :D)

Ihr seht, Apfelmus kann man nie genug haben. Hier gehts übrigens nochmal zum Rezept.
Guten Appetit!!
Eure Utini

Sonntag, 19. November 2017

Kartoffelschnitz und Spätzle

Heute gibt es wie gestern schon versprochen mit viel Verspätung endlich mal wieder eine Anleitung von mir zu lesen. Damit ihr nicht bis Weihnachten nur Baby Sachen zu sehen bekommt, wird es vorerst nur noch ab und zu etwas in diese Richtung geben...

Bevor wir mit großen Schritten auf Weihnachten zugehen gibt es heute mal wieder etwas aus der Küche zum aufwärmen für neblige Novembertage.
Ein Rezept, das es bei meiner Oma sehr oft Samstags als Resteessen gab:

Kartoffelschnitz und Spätzle

Da es wie gesagt ein  Reste Essen ist mache ich häufig am Tag zuvor Spätzle (mehr als gebraucht wird, das Übrige wird dann dür den Kartoffelschnitz verwendet).

Deshalb zuerst das Basic Rezept für

Spätzle (für 4 Personen)


500g Mehl
etwas Salz
6-8 Eier
evtl etwas Wasser


Gebt Mehl, etwas Salz und die Eier in eine Schüssel und rührt mit einem Kochlöffel alle Zutaten zusammen. Für diejenigen die sich über die Angabe der Eier wundern - je mehr Ei ihr nutzt umso weniger Wasser braucht ihr und umso eine schönere -gelbe Farbe bekommen die Spätzle

Stellt am besten schon jetzt einen Topf mit Salzwasser auf den Herd, damit das Wasser wenn der Teig ferig ist bereit ist.


Ist euer Teig zu trocken (siehe Bild) müsst ihr etwas Wasser zugeben.
Schlagt den Teig kräftig in eurer Schüssel.


Der Teig muss ganz zähflüssig sein und wenn ihr kräftig herum rührt bilden sich Blasen - Dann ist er perfekt. Leider konnte ich keine Bilder davon machen, weil ich nicht gleichzeitig rühren und fotografieren kann =)
Lasst den Teig kurz (ca 1 Minute) ruhen, schlagt ihn dann nochmals kurz und dann gehts ans Spätzle machen

Ich schabe meine Spätzle - aber natürlich könnt ihr geauso gut Spätzle in der Presse machen. 



Viele sagen Spätzle Schaben ist eine Kunst - aber eigentlich ist es nur Übung. Wichtig ist, es immer und immer wieder zu machen und sich nicht verunsichern zu lassen, wenn mal der ein oder andere dicke Spatz statt dem dünnen Spätzle entsteht.


 Taucht zuerst das Spätzlebrett ein wenig in das kochende Wasser, damit es Nass ist. Darauf gebt ihr dann von eurem Teig (je weniger ihr drauf macht umso einfacher wird es weil ihr euch nicht beeilen müsst, weil der ganze Teig ins Wasser rutscht.
Wenn ihr den Spätzle Schaber ebenfalls ein Wenig ins Wasser taucht könnt ihr den Teig gut auf dem Brett verteilen. Dann geht es los.
Haltet die Spitze des Brettes für einige Millimeter ins kochende Wasser und stecht mit dem Schaber kleine Teigstückchen ab und schiebt sie ins Wasser.


Wenn eure Spätzle dann oben schwimmen sind sie fertig und ihr könnt sie mit einem Schaumlöffel aus dem Wasser fischen.


Wenn ihr eine Spätzlepresse verwendet presst ihr die Spätzle einfach nach und nach ins Salzwasser. So viel zum Grundrezept der Spätzle





Nun geht es ans Kartoffelschnitz machen 

Ihr braucht noch (Ich gehe hier von 2 Personen aus, die die Hälfte der oberen Spätzleangabe am Tag zuvor gegessen hat =)):

250g Kartoffeln 
den Spätze Rest
Gemüse oder Fleischbrühe (evtl Sogar mit Suppenfleisch)

Schält 250g Kartoffeln und schneidet sie in Würfel oder viertelt sie einfach (Ich mag es gern, wenn "noch was dran ist" und des nicht so kleine Würfele sind...
Diese Kartoffenstücke kocht ihr in eurer Brühe (Hühnerbrühe, Rinderbrühe Gemüsebrühe - ich bin Fan frischer Gemüsebrühe aber das ist Geschmackssache) bis sie weich sind. 


Schmeckt eure Süppe nochmals kurz ab und gebt kurz vor dem Servieren die Spätzle dazu. 
Wichtig nicht 5 Minuten mit kochen oder so sonst gibts Spätzle-Schleim :)...


Ich wünsche euch guten Appetit und viel Spaß beim Spätzle schaben.

Sonntag, 24. September 2017

Selbst gemachte Medizin


 Wenn der Holunder reif ist, ist der Herbst schon so weit fortgeschritten, dass schon bald die große  Erkältungseit kommt. Doch zum Glück hilft Holunder sehr gut bei Erkältungen. Deshalb bin ich heute mal eine Kräuterhexe und zeige euch, wie ihr den Holunder einkochen könnt.
Wenn ihr dann eine Erkältung habt geb ihr einfach einen Schuss von eurem Saft in den heißen Tee und lasst den Holunder wirken...


Was ihr dazu braucht...




... ist nicht viel:

ca zwei Kilo Holunder
eine halbe Zitrone
ca ein Liter Wasser
ein Kilo Zucker

Bildunterschrift hinzufügen

Als erstes werden die Beeren ab gemacht. Das geht am besten indem ihr sie mit einer Gabel abstreift. Wenn noch kleine "Ästchen" dran bleiben macht es nichts, das wird später sowieso heraus gesiebt.


 Falls sich ein paar grüne Beeren eingeschlichen haben könnt ihr diese heraus suchen. Übergießt die Holunderbeeren mit dem Wasser. Das Wasser sollte die Beeren bedecken. Gießt evtl noch etwas Wasser nach.


Lasst das Wasser und die Beeren dann 10 Minuten lang kochen (Achtung, dass es nicht über läuft).


Siebt nun die Beeren aus der Flüssigkeit...


 ... und gebt den Zucker, sowie  den Saft der halben Zitrone zu eurem Saft.


Kocht den Saft dann nochmals kurz auf, sodass der Zucker sich komplett aufgelöst hat...


... Und gebt sie in vorbereitete, heiß ausgespülte, Flaschen, die ihr sofort nach dem befüllen verschließt.


Das war schon alles - fertig ist das Hausmittel gegen Erkältungen.
Das könnt ihr wie gesagt einfach ein wenig in den Tee geben oder einfach so mit heißem Wasser aufgießen.



Und wenn ihr jemanden besucht, der krank ist ist das auch ein gutes Mitbringsel =)
Aber am Besten ist es natürlich gesund zu bleiben - und ich hoffe das tut ihr alle!
Eure Utini

Sonntag, 16. Juli 2017

Das schwarze Gold des Waldes

Habt ihr auch Gerüche oder einen bestimmten Geschmack der euch an eure Kindheit erinnert?

Bei mir ist eines davon auf jeden Fall die Heidelbeere. Da bei uns in der Gegend viele dieser Heidelbeersträucher wachsen ist es bei uns ganz normal "in die Beeren" zu gehen sobald man die ersten blauen Stellen im Wald entdecken kann. Auch klar, dass man da schon als Kind mit genommen wird. Irgendwann kommt dann die Zeit in der man es nur noch furchtbar nervig findet wenn man mit "muss" zur Heidelbeerernte. Aber zum Glück ist auch diese Zeit irgendwann vorbei und inzwischen könnte ich mich wieder rein legen in die Beerchen (zumindest wenn ich nicht so Zeckenanfallig wäre :))
Und nein - Kulturheidelbeeren aus dem Lebensmittelgeschäft sind mit Waldheidelbeeren nicht im Ansatz zu vergleichen...

Was in der Heidelbeerzeit dringend zum Grundnahrungsmittel gilt ist definitiv der Heidelbeerpfannkuchen. Ich liebe ja Pfannkuchen sowieso in jeglicher Form aber Heidelbeerpfannkuchen legen da immer noch eins oben drauf =)...


Zutaten:

Für 2-3 Personen

Natürlich frische (echte) Heidelbeeren
300g Mehl
2 Esslöffel Honig
3 Eier
etwa 1/2 Liter Milch
Etwas Öl oder Butter für die Pfanne





Natürlich könnt ihr den Honig auch durch  Zucker ersetzen aber ich liebe die Kombination aus Heidelbeeren und (am liebsten) Waldhonig. Außerdem muss ja nicht immer überall der raffinierte Zucker rein...


Als erstes braucht ihr zwei Gefäße. Ein schmales Hohes und eine etwas größere Schüssel.


Gebt in die Schüssel das Mehl sowie den Honig. Trennt eure Eier, sodass das Eiweiß in das leere, hohe Gefäß kommt und das Eigelb in eure große Schüssel.


Gebt nun nach und nach die Milch in die Schüssel zu eurer Mehl-Mischung und rührt es gut durch, damit es keine Klümpchen gibt.
(Ihr könnt mit der Milch bestimmen wie ihr eure Pfannkuchen mögt - eher dünn ähnlich wie ein
Crêpe, dann braucht ihr mehr Milch - oder dick dann braucht ihr weniger Milch


Schlagt nun euer Eiweiß zu Schaum (das geht wie gesagt in einem schmalen, hohen Gefäß am besten, da die Rührbesen dann am besten greifen können.) und gebt das geschlagene Eiweiß zu eurem Teig und hebt es vorsichtig unter. 


Jetzt kann es mit dem ausbacken der Pfannkuchen los gehen. Lasst etwas Butter in der Pfanne schmelzen oder gebt etwas Öl in die Pfanne.


Gebt ganz ganz kurz die Heidelbeeren in die Pfanne (nicht mehr als mittlere Hitze - lasst es lieber etwas langsamer backen. Nicht dass es nachher außen schwarz und innen noch teigig ist.)


Gebt dann sofort euren Teig auf die Heidelbeeren und backt ihn von beiden Seiten goldbraun.


Wenn ihr wollt könnt ihr noch etwas Puderzucker oder Zimtzucker drauf machen oder den Pfannkuchen einfach so servieren.




Übrigens: Zum Schluss noch ein kleiner Hausfrauentipp. Wenn man blaue Heidelbeerhände hat geht das am besten mit Zitronensaft wieder ab. Also wenn man die Zitrone wie eine Seife nutzt :D

Nun wünsche ich euch allen viel Spaß beim Heidelbeeren suchen und Pfannkuchen backen...





Samstag, 24. Juni 2017

Holunderblütensirup - Grüße aus der Küche


Heute gibt es einen besonderen Blogpost. Zum Einen gibt es heute schon Samstags was zu lesen - aber das hat auch einen guten Grund:
Heute mache ich mal wieder bei einer tollen Aktion, einem "BlogHop", von der lieben Katrin mit.


Für alle, die mit dem Wort nichts anfangen können ;-):
Es gibt bei dieser Aktion einen Startblog (in diesem Fall eben den von Katrin). Dort ist dann der erste Gruß aus der Küche und im Anschluss der Link um zum nächsten Gruß aus der Küche weiter zu hopsen.
So geht es dann eben von einem zum nächsten bis man alle gelesen hat und den Kopf voll leckerer Ideen hat...


Heute ist mein erster BlogHop und deshalb bin ich gespannt, wie es euch allen gefällt und auch ein bisschen aufgeregt :)...

Mein heutiger "Gruß aus der Küche" ist ein Holunderblütensirup


Wer nicht das erste Mal auf meinem Blog ist weiß bereits dass ich eine Schwäche für Holunder habe.
Und falls noch jemand Interesse hat HIER nochmals das Rezept für Holunderblütengelee.

Meine Leidenschaft für Holunder hat vor einigen Jahren angefangen als ich zufällig auf ein Rezept für eben diesen Holunderblütensirup gestoßen bin und dachte das könnte man ja mal ausprobieren.
Heute möchte ich das Rezept dass ich seid dem Jahr für Jahr mache mit euch teilen.

Übrigens hält sich der Sirup wenn er sauber eingekocht wurde prima für mindestens ein Jahr, bis es wieder Holunderblüten gibt (falls man ihn nicht davor trinkt)



Was ihr dazu braucht:

(für ca 2 Liter Sirup - Aber wer will schon nur 2 Liter davon? Ihr könnt es euch natürlich hoch rechnen wie viel ihr einkochen wollt)

Natürlich jede Menge Holunderblüten (schwierig zu sagen wie viele aber vielleicht so 15-20 Dolden - Ihr könnt es natürlich auch nur mit 5 Dolden machen aber dann schmeckt es nicht wirklich nach Holunder :))
1,5 Liter Wasser
1,5 KG Zucker (wobei ich inzwischen immer etwas weniger nehme mit so viel Zucker ist es doch sehr sehr süß. Weniger als 1KG für 1,5 Liter Wasser würde ich aber auch nicht nehmen - denn der Zucker soll es ja haltbar machen.
2 Zitronen 
1 Limette
1 - 2 Päckchen Zitronensäure


So wird`s gemacht:


Sucht euch als erstes ein großes Gefäß mit Deckel in den eure ganzen Zutaten später hinein passen müssen 
(oder ihr verteilt es auf mehrere). 
WICHTIG ist, dass ihr dieses Gefäß für die nächsten 3 Tage nicht braucht.
Es kann z.B. ein Steinguttopf sein oder einfach ein großer Kochtopf (oder mehrere).


Kontrolliert eure Holunderdolden und schüttelt ungebetene Besucher heraus.
Schneidet eure Zitronen und Limetten in Scheiben und gebt diese gemeinsam mit den Holunderdolden in euren Topf.


 Gebt nun den Zucker sowie die Zitronensäure darüber...


... und bringt euer Wasser zum Kochen (natürlich könnt ihr das auch im Wasserkocher tun und müsst es nicht im Topf machen).
Gebt nun das kochende Wasser über die Restlichen Zutaten und verrührt es gut miteinander. 

Wenn alles gut miteinander vermischt ist und der Zucker sich aufgelöst hat deckt euer Gefäß mit dem Deckel ab und lasst es 3 Tage an einem kühlen Ort ziehen.
Diese 3 Tage eignen sich prima um genugend Flaschen zusammen zu suchen in die ihr den Sirup einkochen wollt und diese ggf. zu spülen.Die Flaschen können groß oder klein sein und auch die Form ist egal lediglich dicht müssen sie sein.


Nachdem 3 Tage um sind sieht das Ganze ein bisschen matschig aus aber dafür ist der Duft grandios!
Siebt nun die Holunderdolden und die Limetten aus eurem Sirup heraus (am gründlichsten geht es indem man es durch einen Sieb in einen anderen Topf gibt).

Gebt in euure Flaschen, sowie über die dazugehörigen Deckel, in die ihr den Sirup einkochen wollt kochend heißes Wasser (genau wie beim Marmelade einkochen), damit ganz sicher keine Keime mehr da sind.


Kocht dann euren Sirup nochmal kräftig auf und füllt es in die vorbereiteten Flaschen (natürlich vorher das Wasser wieder raus gießen ;-D) und dreht die Deckel fest zu.
Seid beim Einfüllen bitte sehr vorsichtig und nutzt am Besten Backhandschuhe denn durch den vielen Zucker hat der Sirup über 100°C wenn er kocht und glaubt mir das wollt ihr nicht auf der Haut haben.
Lasst euch nicht hetzen und macht lieber langsam bevor alles über die Arbeitsplatte läuft.




Ihr könnt euch ein schönes Etikett basteln oder mit einem Kreidemarker darauf schreiben was es ist.
Schön verpackt ist es ein wunderschönes Geschenk egal ob für jung oder alt- oder ihr trinkt ihn einfach selbst =).
Mit dem Sirup könnt ihr eure Getränke verfeinern - egal ob Sekt (z.B. als Hugo), einfaches Mineralwasser (als Limonade) oder zum süßen von selbst gemachtem Eistee einfach immer lecker.



Ich wünsche euch ganz viel Spaß beim nachkochen!
Übrigens lohnt es sich danach definitiv die Küche zu putzen :) - also falls ihr das sowieso demnächst tun wolltet...
Ich bin jetzt ganz gespannt wie es weiter geht bei dem Bloghop ihr auch?
Dann geht es jetzt HIER entlang...
Ich wünsche euch noch ganz viel Spaß beim herumhopsen und einen schönen Mittsommerabend

Eure Utini


Sonntag, 11. Juni 2017

Holunderblütengelee

Endlich ist es auch bei uns so weit: Der Holunder blüht.
Ich weiß ja nicht, wie es euch geht aber ich liebe Holunder - in jeglicher Form =). Das besonders tolle: Man kann nicht nur die Beeren verarbeiten, sondern auch die Blüten 
(Was ich besser finde - Blüten oder Beeren bin ich noch unsicher :D)...


 Wie ihr seht gehen erst die ersten Blüten bei uns auf, aber bevor bei euch die Blütenzeit vorbei ist und ihr gar keine Hollerrezepte mehr brauchen könnt hab ich beschlossen gleich los zu legen. Vielleicht hat ja der eine oder andere von euch auch so viel Lust auf Holunder wie ich =)...


Los gehts

 

Zutaten :

ca. 40 Holunderdolden

 2x Gelierzucker (ich habe 2:1 Gelierzucker verwendet. 1:1 Gelierzucker ist mir immer zu süß...)

Apfelsaft (Wie viel ist abhängig von eurem Gelierzucker. Das könnt ihr hinten drauf bei der Anleitung nachlesen für wie viel Flüssigkeit eine Packung gedacht ist. Es ist wichtig sich wirklich daran zu halten, denn sonst wird euer Gelee nicht fest!!)

Wenn ihr wollt etwas Zitrone oder Limette (Das hilft auch damit es nicht so brutal süß wird)

Als erstes braucht ihr "Holunderdolden" - also die Blüten von eurem Holunderstrauch.


Schnappt euch einen Korb und eine (Garten)Schere und los gehts mit dem Sammeln =)



 
 


Wie oben schon beschrieben wird euer Gelee nicht so ganz pappsüß wenn ihr Zitronen oder Limetten mit rein schmeißt :D. Ich hab mich dazu entschieden beides zu nehmen und hab einfach jeweils 2-3 Scheiben in einen Großen Topf mit dem Apfelsaft rein geschmissen...





Schüttelt eure Blüten gut aus damit keine Tierchen mehr drin sind. Dann kommen sie ebenfalls in den Topf mit dem Apfelsaft. Achtet darauf, dass wirklich die Blüten im Saft sind und nicht der Stiel. 

Das ganze lasst ihr dann 24 Stunden ziehen. (Der Duft, wenn man morgens in die Küche kommt ist einfach herrlich)


 Nach 24 Stunden könnt ihr die Sachen aus eurem Apfelsaft sieben. 
Ihr könnt es Grob mit einem Schaumlöffel machen wie ich - oder einen Küchensieb nehmen. 
Bei dem Schaumlöffel bleiben noch ein paar Blüten im Saft - ich mag das gern wenn ihr es nicht mögt dann empfehle ich euch den Küchensieb...


Jetzt kann es mit dem eigentlichen Gelee kochen los gehen.
Nochmal: Wichtig ist es, dass ihr euch an die Anleitung (Menge  / Kochzeit...) von eurem Gelierzucker haltet. Lest es euch also gut durch bevor ihr los legt.

Spült eure Gläser, sowie die Deckel  und falls ihr einen Trichter nutzen wollt mit kochendem Wasser aus. Richtet lieber mehr Gläser, denn wenn sie euch nicht reichen und ihr dann anfangen müsstet nochmals welche zu spülen wird es doof...


 Ab dem Zeitpunkt an dem ihr den Herd einschaltet ist es wichtig den Topf nicht mehr aus dem Auge zu lassen und zu rühren.
1. Damit ihr den Anfang eurer Kochzeit nicht verpasst
2. Damit euch das ganze nicht überkocht (Vorher bitte runter schalten ;-))


Wenn Eure Kochzeit um ist macht eine Gelierprobe. Das heißt ihr holt mit dem Löffel etwas von dem Gelee aus dem Topf und gebt es auf einen Teller. Dort kühlt das Gelee aus und ihr seht wie fest es wird. Sollte es nicht fest werden müsst ihr die Kochzeit nochmals etwas verlängern. Sollte es fest genug sein könnt ihr damit beginnen das Gelee in die Gläser einzufüllen.


Ich hab es von meiner Oma noch so gelernt die Gläser zu Stürzen (d.h. dass man die Gläser auf den Deckel stellt zum auskühlen). Manche sagen, wenn man die Gläser und Deckel kochend ausgespült hat muss man das nicht - Ich mach es aus Gewohnheit.


Tadaa fertig ist es - Eins meiner Lieblingsgelees.  Lasst es euch schmecken =)

Das nächste Mal lesen wir uns wieder, sobald noch mehr Blüten aufgegangen sind. 
Dann zeige ich euch wie ihr Holunderblütensirup machen könnt. 

Bis bald
Eure Utini