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Sonntag, 20. Mai 2018

Strandponcho im Drachenlook

Freut ihr euch auch schon so auf den Sommer wie ich? Die Sonne lässt sich ja schon jetzt immer wieder blicken und wir hatten schon richtig tolles Wetter in diesem Jahr. Ich hoffe, dass wir auch den Sommer noch genießen dürfen und er nicht im Regen versinkt...
Meine Vorbereitungen was das Nähen betrifft sind jedenfalls voll durchgestartet und wir sind mit Musselin voll ausgestattet ;-). Damit der kleine Wirbelwind im Sommer auch am Strand eine gute Figur macht ist letzte Woche ein Drache unter meiner Nähmaschine hervor gehopst und das aus ungenutzten Handtüchern. Wie, das möchte ich euch heute zeigen.


So sieht er aus, der Wasserdrache ;-)


Ihr braucht 

Zwei (grüne) Handtücher mit oder ohne Muster
Ein Handtuch (hier reicht zur Not auch ein Rest) in einer anderen, evtl auffälligeren Farbe
Knöpfe, Nähmschine und die üblichen Nähutensilien...


Als erstes habe ich ein Schnittmuster für die Kapuze erstellt. Dazu habe ich ein vorhandenes Kapuzen Schnittmuster genommen, das ich hatte und es nach hinten hin verlängert (Ich zeichne Schnittmuster immer Auf Backpapier . Damit kann man gut abpausen und es ist groß). Ich hab versucht, es für euch einzufangen aber leider sieht man es kaum - dort wo die feine Linie ist würde die Kapuze normalerweise enden.
WICHTIG: Markiert euch diese Stelle, wo die Kapuze normal enden würde auf dem Stoff.
Ab dieser Stelle habe ich das Ende einfach weiter spitz nach unten zulaufen lassen. Wenn ihr kein Schnittmuster für eine Kapuze habt und kein Geld für eines ausgeben möchtet lohnt es sich bei google nach Freebooks zu suchen, die ihr euch einfach ausdrucken könnt.
Von dieser Kapuze benötigt ihr 2 Teile die ihr wenn ihr ein Muster habt einmal Rechts und einmal Links auflegen müsst, dass die Teile zusammen passen. Ich habe mich für ein gemustertes Handtuch entschieden, weil die Kapuze der Eyecatcher werden sollte.Noch nicht zusammen nähen ;-)


Dann braucht ihr die Drachenstacheln. Dazu habe ich Dreiecke in verschiedenen Größen ausgeschnitten...


 ...und dann immer 2 gleich große,schöne Seite auf schöne Seite  an zwei Kanten zusammen genäht...


... Wendet es dann mit einem Essstäbchen . Bei Frottee ist es IMMER ganz wichtig es mit einem Overlock oder Zickzackstich zu versäubert wird sonst fallen euch immer die Fussel ab. Wenn ihr die Sachen zuschneidet wisst ihr was ich meine :D.


Indem ihr die Stacheln der Kapuzenkante entlang legt könnt ihr nachschauen, wie viele ihr noch nähen müsst. 
Wenn ihr alle Stacheln fertig habt legt sie mit der Spitze nach innen auf eine schöne Seite der Kapuzenteile und steckt sie so fest, dass die Stecknadeln der Nähmaschine nicht im Weg sind. Legt dann das zweite Teil darauf und steckt auch diesen nocheinmal mit ein paar Nadeln fest. 
Näht nun zuerst einmal die eine Kante mit den Stacheln und versäubert sie.
Entfernt dann die Stecknadeln und kontrolliert die Naht. Denn jetzt ist ausbessern besser möglich, wie wenn die Kapuze komplett fertig ist. Wenn ihr routiniert im nähen seid und euch eurer Sache sicher seit dürft ihr natürlich auch gleich weiter nähen.
Wenn euch diese Seite gut gefällt und die Naht stimmt näht nun auch die zweite Seite. 
(ACHTUNG)
Hier gibt es zwei  Dinge zu beachten.
1. Achtet darauf, dass die Stacheln am Kapuzenende nicht in diese naht gerät
2. Es wird von der Kaüuzenspitze nur bis zum Ende des ursprünglichen Kapuzen Schnittmusters genäht. Also da, wo ihr sie euch markiert habt. Sonst bekommt ihr eine Mütze aber keine Kapuze zum annähen :)


Wenn ihr bis hier her gekommen seid Herzlichen Glückwunsch - ab jetzt wird es einfacher.
Nun benötigt ihr euer Basic Handtuch, das später um den Körper des Kindes sein soll.
Bei mir war es so, dass ein Gästehandtuch einmal in der Mitte gefaltet genau gepasst hat. Wenn das bei euch nicht so ist müsst ihr die Größe als erstes anpassen.
Dann geht es an den Ausschnitt. Dazu habe ich mich an der Größe eines T-shirt Ausschnittes orientiert und ein Oval in der Mitte des Handtuches heraus geschnitten.


Um die Kapuze in den Ausschnitt zu nähen markiert euch den hintersten Punkt des Ausschnittes und steckt hier die hintere Naht der Kapuze fest. Schöne Seite auf schöne Seite - Wie fast immer...
Nun kann man schon erahnen, wie es einmal aussehen wird.
Näht und versäubert auch diese Naht.


So sieht der Drachenponcho bisher aus. Zeit für die erste Anprobe ;-)...


... Der Poncho ging zwar über den Kopf aber um ihn schnell überzuwerfen ist es noch nichts. Deshalb habe ich mich für einen kleinen Ausschnitt entschieden, den ich einfach durch einen kleinen Schnitt nach unten erhalte.


Damit der Ausschnitt schön ausschaut gibt es verschiedene Varianten. Die einfachste ist beispielsweise ein Schrägband in einer passenden Farbe einzunähen (aber das hatte ich einfach keines da).
Deshalb habe ich mich dazu entschieden einen Beleg aus dem übrigen Handtuch der Kapuze zu nähen. Ich hab versucht es auf dem Bild ein wenig einzufangen ;-)
Man könnte die Stelle natürlich auch einfach versäubern (was natürlich nicht ganz so sauber aussieht) oder umnähen, was bei Frotee aber eine ziemlich dicke Wulst geben würde...
 
Damit der Ausschnitt nicht zu groß wird gab es noch einen kleinen Knopf und ein Band, das als Knopfloch fungiert und ich einfach als Schlaufe fest genäht habe.



Damit das Handtuch nicht nur hin und her rutscht und beim spielen im weg ist habe ich zwei Knöpfe angebracht, sodass die Arme gut oben durch passen und es später ein wenig wie Ärmel sein wird ;-).


Die dazugehörigen Knopflöcher müssen dann natürlich auch an der richtigen Stelle angebracht werden. Hier kann man aber auch beispielsweise mit Druckknöpfen (Snaps) arbeiten - dann spart ihr euch das nähen. Ich fand die Holzknöpfe aber am stimmigsten zum Look.


Zum Schluss habe ich in der hinteren Mitte noch einen Drachenschwanz angebracht, der aus einer Spitze wie der Kapuze und einem Rest Stück (als Schlauch genäht) aus dem Handtuch der Kapuze besteht.



So sieht er nun fertig aus der kleine Wasserdrache


Da bekommt man glatt Lust heute schon in den Urlaub zu gehen. 
Am besten hilft da nur los nähen und träumen. Viel Spaß!

Bis bald eure Utini





Sonntag, 29. April 2018

Hochstuhl Upcycling

Wie ihr sicher inzwischen gemerkt hab bin ich ein Fan des Upcyclings. Was gibt es besseres aus etwas altem, das noch voll intakt ist aber vielleicht nicht mehr ganz frisch aussieht etwas neues zu machen?
Wie es der Zufall so will ;-) habe ich einen Hochstuhl "zu verschenken" gefunden. Wer Kinder hat weiß, dass sowohl Wasserflecken, als auch schrammen und Co keine Seltenheit sind. Ebenso bei diesem Stuhl - Wer möchte also so etwas noch haben?! Ich natürlich!

So sieht der Hochstuhl jetzt aus...


Und so sah er aus, als ich ihn bekommen habe:


Die versprochenen Wasserflecken inklusive ;-)



So einfach ging´s:


Zuerst wird der Stuhl nach und nach auseinander gebaut. Wenn man unsicher ist empfiehlt es sich viele Fotos zu machen, wie es später wieder zusammen gehört ;-)...


Wenn dann alles in seine Einzelteile Zerlegt ist heißt es schleifen, schleifen und nochmals schleifen. Davon habe ich kein Bild, damit meine Kamera  durch den Staub nicht leiden muss ;-)...


Ich habe lange überlegt einen Teil des Stuhls zu lackieren aber mich dann doch dagegen entschieden. Es ist aber definitiv auch eine Alternative um Wasserflecken und Co abzudecken.

Das größte Problem beim Stuhl war jedoch, dass der Bügel bzw der Tisch, der das Kind hält gefehlt hat. Aber wer würde sich davon schon abbringen lassen ;-)?


Inspiriert von den nähbaren "Hochstühlen zum mitnehmen" habe ich mich daran gemacht ein eigenes Schnittmuster zu entwickeln - So ehrgeizig, dass es "gewollt" aussieht und nicht nur irgendwie Hochstuhl zum mitnehmen ist, war ich dann nämlich doch ;-)...
Damit der Sitz also passt habe ich die einzelnen Teile des Stuhles als Vorlage genutzt. Mit weiteren Details will ich euch aber nicht nerven, da es sehr unwahrscheinlich ist, dass jemand genau das selbe Problem hat.
Sollte es euch allen Wahrscheinlichkeiten zum Trotz tatsächlich ebenso gehen dürft ihr euch gerne bei mir melden ;-)



Und so schaut er aus, der fertige Sitz. Damit ich nicht jedes Mal die Lätzchen suchen muss habe ich noch eine kleine Tasche für die Stuhllehne genäht.

Vielleicht konnte ich euch ja ein bisschen inspirieren auch mal wieder etwas neu zu gestalten. Traut euch ran - es lohnt sich echt!

Eure Utini

Samstag, 21. Oktober 2017

Wickeln, wickeln und nochmal wickeln...

... das erwartet jede Mama. Dabei geht auch durchaus auch mal was daneben. Weil ich aber weder ständig die eigentliche Wickelunterlage waschen, noch die doofen Wegwerfauflagen nutzen wollte hab ich ein eigenes Wickelauflagensystem entwickelt, das ich euch heute zeigen will.
Ich bin echt zufrieden damit und es spart echt Müll.

Um die Wickelauflagen zu nähen braucht ihr:
Ein Handtuch als saugfähigen Kern
Eine beschichtete Baumwolltischdecke, damit das ganze auch wirklich dicht ist (diese ist wasserfest aber man kann sie dennoch in der Waschmaschine waschen)
Einen schönen Stoff der euch gefallt, damit es nicht nur praktisch ist sondern auch schön aussieht.
(Alle müssen mindestens die Größe eurer Wickelunterlage haben)
Die üblichen Nähutensilien

Schneidet als erstes aus allen drei Stoffteilen Rechtecke zu, die 3cm länger und 3cm breiter als die Auflage später sein soll, sind.
Meine Unterlage ist 70x45 also hab ich den Stoff 73x48 zugeschnitten.


Weil sich die Handtücher beim nähen doch immer wieder verziehen steckt zuerst nur das Handtuch mit dem Stoff aufeinander 


NICHT schöne Seite auf schöne Seite sondern einfach ringsum aufeinander nähen, sodass die Schöne Stoffseite außen ist


Jetzt legt ihr die zusammen genähte Stoffe mit der schönen Seite auf die Tischdecke. Steckt sie an den beiden langen und einer kurzen Seite mit ein paar Stecknadeln fest.


Näht die drei zusammen gesteckten Seiten aufeinander, schneidet die Ecken schräg ab und wendet es an der offenen Seite.


Schlagt nun auch an der noch offenen Seite die Stoffe nach innen und steckt es mit Stecknadeln fest.
Näht vorsichtig an dieser Kante entlang (damit euch keine Nadel zu Bruch geht, wenn es zu dick sein sollte).


Tada fertig sind die selbst gemachten Wickelunterlagen! Ganz einfach und schnell zu machen.
Man kann auch kleinere machen für die Wickeltasche unterwegs und es eignet sich auch als Geschenk für (werdende) Mamas - das ist dann auch wenigstens etwas, was man brauchen kann...
Ich bin zumindest wie gesagt sehr zufrieden damit.

Habt ganz viel Spaß beim nähen!
Eure Utini

Sonntag, 6. August 2017

Ein Hauch von Tüll...

... gehört in den Müll. Das sagt zumindest mein Mann immer wenn das Wort Tüll fällt - Aber heute soll genau das Gegenteil der Fall sein: Ein Hauch von Tüll - viel weniger Müll!

Schon lange ärgert es mich wenn ich einkaufen bin dass man immer diese doofen Plastiktütchen nehmen muss um das Obst, das man haben möchte einzupacken. Die Tüten reißen so schnell, dass man sie nicht einmal mehr als Müll Tüte wieder verwenden kann (und wirklich viel passt auch nicht rein). 
Immer wieder habe ich überlegt, was als Alternative dienen könnte - es darf nicht schwer sein, damit es beim Wiegen nicht ins Gewicht fällt und sollte möglichst durchsichtig sein um den Verkäufern an der Kasse das Leben nicht unnötig schwer zu machen. 

Durch Zufall habe ich (als ich eigentlich etwas ganz anderes gesucht habe ein Bild gefunden, dass mich dann auf die heutige Idee gebracht hat: 

Ein Obst- und Gemüse Säckchen aus Tüll



Das Nähprojekt ist echt einfach also auch für blutige Nähanfänger geeignet, die sich den Müll durch die Tüten sparen wollen. Ich hab versucht es wirklich Schritt für Schritt zu erklären - alls was unklar ist sagt gern bescheid.
Bei Bedarf können die kleinen Beutel  nach der Benutzung ganz einfach gewaschen und beim nächsten Mal wieder verwendet werden.

Was ihr dazu braucht:


- Tüll den gibt es in jedem gut sortierten Stoffladen (oder natürlich auch im Internet). 
Einen halben Meter Tüll bekommt ihr für unter einem Euro und das reicht je nach Größe eurer Säckchen für ca. 4-5 Stück davon.
- Ein Band zum zuziehen von den Säckchen. Dieser sollte möglichst dünn und leicht sein (nicht dass ihr an der Kasse mehr bezahlen müsst, weil das Band so viel wiegt...
- Ein paar Stecknadeln damit euch der Tüll beim Nähen nicht davon flutscht 
- Nähgarn und Nähmaschine 
. Eine Sicherheitsnadel


So geht´s...



Als erstes müsst ihr euch überlegen, wie groß euer Säckchen werden soll.
Ich habe mich in etwa für die Größe eines DinA4 Blattes entschieden. Also habe ich den Tüll einmal in der Mitte gefaltet (Stoffbruch) und das Papier als Schnittmuster auf den Stoff gelegt.
Damit der Beutel beim Nähen nicht kleiner wird durch die Naht habe ich an allen Seiten eine Nahtzugabe von ca 1cm zugegeben und an der oberen Seite eine Zugabe von 5cm und das dann ausgeschnitten.
Diese 5cm brauche ich um einen Tunnel für das Band zu nähen aber das zeige ich euch im nächsten Schritt.


Faltet nun den Tüll wieder auseinander, sodass er breit vor euch liegt. Wenn ihr ebenfalls das DinA4 Blatt als Vorlage genommen habt muss euer Stoffstück nun etwas größer sein als zwei A4 Seiten.
Schlagt nun an der Seite, an der ihr zusätzlich die 5cm Nahtzugabe gerechnet habt einen Streifen von ca 2 cm um und wiederholt das Ganze nocheinmal. Einfacher geht es wenn ihr es zwei mal umbügelt, dann rutscht es nicht so weg (Tüll hat manchmal ein bisschen seinen eigenen Kopf). Ihr könnt es aber auch ohne bügeln umschlagen und direkt feststecken. Wenn ihr das getan habt verschwindet die Schnittkante im so genannten Tunnel und es sieht schön sauber aus.


Näht nun an der Kannte eures Tunnels mit der Nähmaschine fest. Wichtig: Macht am Anfang und am Ende eurer Naht einige Stiche vorwärts und nochmal ein paar rückwärts damit es auch sicher hält und nicht aufgeht.





Wenn ihr euren Tunnel genäht habt faltet ihr euren Tüll wieder so aufeinander, wie der Beutel später sein soll...


... und steckt das Ganze mit  einigen Stecknadeln fest.


Nun könnt ihr das Säckchen an den beiden, noch offenen Seiten mit einer Naht (Wichtig: Auch hier einige Stiche vor und wieder zurück nähen am Anfang und Ende der Naht) schließen. 
WICHTIG: den Tunnel nicht zunähen, sondern erst ab bzw bis zu eurer Tunnelnaht nähen, sonst wird es schwierig euer Band einzuziehen.


  Denn genau das ist der nächste Schritt. Piekt die Sicherheitsnadel durch euer Band...


...Und schiebt diese dann an der Öffnung (die ihr nicht zugenäht habt ;-)) hinein und schiebt sie durch euren Tunnel bis sie an der anderen Seite wieder heraus kommt. 


 Wenn ihr an der anderen Seite mit dem Band wieder heraus gekommen seid könnt ihr die Sicherheitsnadel ab machen und direkt bei der Öffnung einen Knoten machen, damit ihr das Band nicht verliert. Schneidet die Enden ab und dreht das Säckchen um, damit die Nähte innen verschwinden.


Die Säckchen sind im Nu fertig und wirklich einfach. Ich hoffe euch gefallen sie so  gut wie mir und wenn ihr alle mit macht können wir eine Menge der Tüten in den Läden sparen.

Lasst es mich wissen wie euch meine Alternative gefällt =)

Bis ganz bald eure Utini