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Sonntag, 13. Mai 2018

Aus alt mach Neu!

REMAKE
Vor einiger Zeit hatte ich euch bereits die Idee gezeigt.
Da ich bei der ersten Puppe nicht alle Schritte mit fotografiert hatte hier (endlich) Version 2.0 mit allen Schritten, wie man eine sehr lieb gehabte die Lieblingspuppe wieder ganz bekommen kann.
Also, Arztkittel raus und ab ins Puppenkrankenhaus!



Ich möchte mich bei Ursula und Maria bedanken, die mir Fabian und Lotta zur verfügung gestellt haben =).

Fabian, Lotta ihr wart großartig und tapfer und habt so schön still gehalten ;-)




Aus Alt...




Lieblingspuppen müssen durch dick und dünn. Aber leider hinterlässt das oft beim Stoff spuren.
Wenn ihr auch so eine Puppe habt dann ran an den auftrenner - es ist gar nicht so schwer.







Schnell war klar ein Gips würde es nicht tun ;-) und der Stoff war so dünn, dass er beim Versuch die Löcher einfach mit einer Naht zu schließen gleich wieder ausgerissen ist.
Also mussten andere Geschütze aufgefahren werden.


Mach neu!



Deshalb hieß es auftrennen, auftrennen und nochmal auftrennen. Zugegeben, es ist doch etwas gruselig wenn Kopf, Arme und Beine auf dem Tisch herum liegen (diese sind übrigens auch einfach fest genäht). Merkt euch was wo hin kommt, beschriftet es mit einem Bleistift oder macht viele Fotos, wo ihr später nochmal nachsehen könnt.
Die Einzelteile können in diesem Zustand am besten gereinigt werden und sind dann fast wieder wie neu :).


 Wichtig ist, dass man vorsichtig beim Auftrennen vorgeht, damit kein Stoff noch mehr kaputt geht. Dieser wird nämlich noch als Schablone gebraucht.


Damit ihr die Einzelteile am besten übertragen könnt und nichts verrutscht lohnt es sich, es mit einigen Stecknadeln fest zu machen.
Wenn ihr bis hier her gekommen seid habt ihr die Hälfte geschafft ;-).


Schneidet dann die einzelnen Teile aus und klappt umzuklappende Teile (z.B. den Tunnel, wo später die Kordel für den Kopf eingesetzt wird) um und näht sie fest.


Näht nun Schritt für Schritt alle Einzelteile wieder zusammen, bis alle  Stoffteile wieder zusammen gesetzt sind.



Jetzt kommt der Schwierigste Teil. Das einnähen der Arme und Beine. Hier ist unbedingt zu beachten, in welche Richtung diese Später zeigen müssen. Die schöne Seite des Stoffes also die spätere Außenseite liegt dabei auf dem Arm/Bein auf und ihr näht auf der Innenseite und wendet es zum Schluss.
Für diese Arbeit empfehle ich euch dringen einen Fingerhut und eine ganz spitze Nadel, denn es ist wirklich schwierig, durch das Plastik zu nähen.


Nach diesem Prinzip werden alle Arme/Beine angebracht.



So sieht das Ganze dann aus, wenn Arme und Beine angebracht wurden. Ihr könnt den Körper entweder jetzt schon füllen, oder erst die Kordel anbringen, dann ist es ein wenig leichter.


Auf diesem Bild kann man den Tunnel, durch den die Korder nun muss ganz gut erkennen. Wenn ihr möchtet könnt ihr einmal zusätzlich mit Zickzack entlang nähen, damit es sicher nicht ausfranzt.


Führt nun eine REIßFESTE Kordel/Schnur durch den Tunnel. Falls ihr einen langen, dünnen Kabelbinder habt könnt ihr auch diesen nutzen, das hält das Spielen auch gut aus :)...
Ich habe eine Stumpfe Nadel genutzt, denn eine Sicherheitsnadel, wie ich es sonst gerne mache hat nicht durch die öffnung gepasst...


Füllt die Puppe dann, wenn ihr es noch nicht getan habt durch die Kopföffnung mit der vorhandenen oder frischen Füllwatte.


 Setzt nun den Kopf  in die Öffnung ein...



...und Zieht die Kordel mit Knoten sehr fest. Hier empfieht es sich wenn möglich zu zweit zu sein, damit man richtig fest knoten kann und der erste sich nicht wieder löst.
Wenn ihr einen Kabelbinder nutzt dann zieht diesen um den Kopf fest.


 Lasst die Enden der Kordel wenn möglich im Körper der Puppe verschwinden und schneidet Überstände ab.


Hier könnt ihr sehen, wie schön Maria der Körper von Lotta gelungen ist (den habe nämlich nicht ich gemacht sondern nur den Kopf eingesetzt :))


Wenn ihr jetzt noch Lust habt könnt ihr die Puppe noch neu einkleiden Aber das eigentliche Projekt "Puppendoktor" ist hiermit beendet und Fabian und Lotts sind bereit für die nächsten 20 Jahre ;-)

Habt ihr auch noch so eine Puppe zuhause, die dringend ein neues Makeover gebrauchen könnte? Traut euch ran - es ist gar nicht so schwer!
Eure Utini

Sonntag, 28. Januar 2018

Schüttelflaschen


Heute gibt es noch einmal ein ganz einfaches DIY für ein Baby- und Kleinkindspielzeug, die Schüttelflaschen. Diese Idee kenne ich durch meine Arbeit in der Krippe - die liebsten Grüße hiermit an meine lieben Kollegen =)...
Erst dachte ich, mein Sohn ist dazu noch zu klein, aber er findet Flaschen total faszinierend und deshalb hab ich gedacht versuche ich es einfach mal.
Es ist wirklich einfach, man braucht nicht viel und Kinder mögen es sehr gern.

Ihr braucht:

- Eine kleine (damit die Kinder es auch halten können) leere Plastikflasche (damit es nicht kaputt geht beim runter fallen sonst gibt es eine riesige Sauerei)
Ich finde die kleinen Smoothie Flaschen von der Größe her perfekt is
- Durchsichtiges Öl (z.B. Babyöl)
- Heißkleber
- Glitzer oder andere Sachen die darin rum schwimmen können 
(Wasser und Lebensmittelfarbe)


Spült zuerst die Flasche aus und löst das Etikett. Füllt dann verschiedene Dinge in verschiedene Flaschen zwei Versionen habe ich bildlich für euch fest gehalten 

Version 1: Glitzerflasche


 Füllt dafür Glitterpulver in die Flasche...
 
 
... und füllt sie dann mit Öl auf. Versiegelt den Deckel indem ihr ringsum auf den Verschluss Heißkleber gebt und die Flasche zu dreht.
Gebt dabei acht, dass ihr euch die Finger nicht verbrennt ;-).

 Wenn die Flasche geschüttelt wird wirbelt der Glitzer durch die ganze Flasche...


... und sinkt dann Öl langsam ab, wie bei einer Schneekugel.

Version 2: Öl/Wasserflasche



Der Beginn ist der Selbe, wie bei der ersten Flasche. Füllt etwas weniger Glitterpulver in die Flasche und befüllt sie etwa halb voll mit Öl. (Ihr könnt es auch ohne Glitter machen.


Rührt dann Wasser mit etwas Lebensmittelfarbe in einem Gefäß zusammen.
Achtung Lebensmittelfarbe gibt krasse Flecken...


Füllt dann die Flasche mit dem bunten Wasser voll und verschließt sie mit Heißkleber.
Bei dieser Flasche ist das Besondere, dass sich das Wasser und das Öl nicht verbindet. Ihr könnt es auch ohne Glitter machen, dann ist es mit der Lebensmittelfarbe einfach zweifarbig.


Natürlich gibt es nicht nur diese zwei Versionen sondern unzählige. Ihr könnt statt dem Glitterpulver  größere Glitterpallietten, Perlen,  oder was euch einfällt nehmen.
Oder wenn ihr es mit Reis, Sand, Steinchen und co. füllt habt ihr Rasseln.

Lasst eurer Kreativität freien lauf.
Bis nächste Woche Utini

Sonntag, 21. Januar 2018

DIY Spielbogen


Spielbogen - Das Wort habe ich immer mit diesen quietschebunten Plastik Bögen verknüpft die ich schon vom anschauen furchtbar fand. Ich könnte mir nicht vorstellen da drunter zu liegen - warum sollte ich es also meinem Kind "antun"? 

Als er aber immer mehr Spaß daran hatte zu greifen und Sachen durch die Gegend zu "schubsen" habe ich mich doch ein wenig mit dem Thema beschäftigt. Allerdings habe ich schnell festgestellt, dass irgendwie kein Spielbogen meinen Ansprüchen genügen konnte. Es sollte eben kein Plastik Käse sein, trotzdem ansprechend gestaltet sein und vor allem breit breit und nochmal breit. Warum sollte ich mein Kind denn beim Spielen einsperren, damit er sich nicht mehr drehen kann? Nein ich möchte lieber Anreiz zum drehen bieten - Ein "da hinten will ich dran kommen".
Deshalb hab ich mich ans Werk gemacht und vielleicht habt ihr keine Kinder, werdet aber bald Tante, Onkel, Oma oder was auch immer - traut euch ran es ist echt nicht schwer...

So schaut er nun aus mein DIY Spielebogen und so geht´s:






Als Mittelstange braucht ihr einen Rundstab. Meiner hat eine Stärke von 1,5cm und das ist echt Minimum und eine Länge von 90cm. 
WICHTIG: Wenn ihr einen dickeren Rundstab nehmt müssen auch die Kanthölzer dicker sein :)...

Meine vier Kanthölzer für die Seitenteile sind 2cm stark und 60cm lang.
Außerdem braucht ihr Zahnstocher (ja tatsächlich), Bohrmaschine mit unterschiedlich dicken Bohrern und wenn man mag Farbe bzw Lack (Wichtig: Achtet darauf dass die Farbe Spielzeuggeeignet ist)


Messt bei allen vier Kanthölzern die selbe Länge ab, wo später das Rundholz durchgesteckt werden soll und markiert sie. Bei mir waren das 10 cm. Sucht dann einen Bohraufsatz, der so dick ist wie euer Rundstab (Macht es lieber ein bisschen kleiner und Bohrt noch einmal nach wenn die Stange nicht durch passt, wie dass sie darin herum wackelt) und bohrt an den Markierten Stellen jeweils ein Loch. Wenn euer Kantholz nicht so viel dicker ist, wie der Rundstab (Wie z.B. bei mir nur 0,5cm) empfiehlt es sich sowieso mit einem dünnen Bohrer zu beginnen und sich langsam vorzuarbeiten, damit es nicht bricht.

Messt bei eurem Rundholz auf beiden Seiten 1cm ab und Bohrt auch hier jeweils ein mini Loch in "Zahnstocher Dicke"


Messt nun ab, wie breit zwei der Kanthölzer sind und bohrt dort ein zweites mini Loch in Zahnstocher dicke. Vorsicht, wenn euer Kantholz nicht genau quadratisch ist müsst ihr es anders herum drehen, wie ich oben auf dem Bild (Dass man die Löcher nicht sieht) - ich wollte nur dass man versteht welches Holz ich meine.


Wenn ihr diese Löcher alle gemacht habt könnt ihr es mal zur Probe zusammen stecken und schauen ob alles passt. Lasst euch bitte nicht von dem Klebeband irritieren - ich hatte erst überlegt das untere weiß zu streichen und mich dann doch noch einmal umentschieden.


Nun geht es an die letzten vier Löcher. Messt dazu dieses Mal von der Unterseite der Kanthölzer (Bei mir 15cm). Allerdings müssen diese in die andere Richtung wie die oberen Löcher gehen. Legt also die Hölzer zum Bohren so, dass ihr die Löcher nicht sehen könnt. Sie müssen so dick sein, dass ein Band/Schnur durch passt.
Ich hoffe ihr versteht was ich meine :D - Wenn nicht erklären es vielleicht die kommenden Bilder vom Zusammenbau...


Damit keine Verletzungsgefahr besteht ist es wichtig spitze Kanten an allen Teilen etwas runder zu schleifen. Ich habe mich außerdem dazu entschieden die obere und untere Seite der Kanthölzer komplett rund zu schleifen.


Nun kann man wenn man mag einen Teil mit Malerkrepp abkleben und Farbe/Lack auftragen 
(Wie gesagt achtet bitte darauf dass es für Spielzeug geeignet ist). Rechnet damit mindestens zwei mal zu streichen. Es sieht viel schöner aus mehrfach dünn die Farbe aufzutragen wie einmal ganz dick.
Lasst die Farbe gut trocknen und zieht dann den Krepp ab.


Steckt nun wieder alles zusammen. Auf diesem Bild erkennt man wie ich das mit den Löchern vorhin gemeint habe - die unteren Löcher müssen Längs gehen. Steckt durch diese ein reißfestes Band, das verhindert, dass die Kanthölzer ganz auseinander rutschen können.


Damit das Band auf keinen Fall durch die Löcher rutschen kann habe ich es nicht nur mit Knoten, sondern auch mit Perlen an beiden Seiten gesichert.


Also zuerst das Band durch die Löcher ziehen, dann Perle auffädeln, Knoten machen und nach bedarf das Band abflammen, damit es nicht ausfranst. Wie lang das Band sein muss sollte man am besten ausprobieren.


 Damit das Ganze nicht eine völlig wackelige Angelegenheit wird kommen jetzt die Zahnstocher ins Spiel. Diese werden gekürzt und geschliffen, damit sie genau in die Löcher in dem Rundstab passen. Dort werden sie dann mit Holzleim hinein geklebt. (Ich hoffe, ihr könnt es auf dem Bild erkennen)...


Jetzt müsst ihr euch nur noch entschließen, was ihr dran hängen wollt. Ich habe es nur dran geknotet, damit ich es immer wieder wechseln kann. Eine gute Mischung aus Sachen, die klingeln, die man gut greifen kann usw. hat sich aber bisher bewährt.

Also ran an die Bohrmaschine baut euch einen ganz einzigartigen Spielebogen.
Eure Utini



Sonntag, 15. Oktober 2017

Mobile

Nachdem die Resonanz beim letzten Blogeintrag so hoch waren dachte ich mir ich mache die nächste Zeit ein kleines Special zum Thema Baby. 
Heute möchte ich euch das momentane Lieblingsspielzeug von meinem Sohn zeigen - sein Zirkus Mobile.


Das habe ich bereits vor der Geburt gemacht und habe damals noch nicht damit gerechnet, dass ich es einmal hier veröffentlichen würde. Deshalb habe ich leider keine Schritt für Schritt Anleitung für euch - aber ich versuche es euch ohne Bilder zu erklären.

Was ihr braucht:
Draht (einen dickeren, damit es sich nicht verbiegt wenn die Schleich Tiere daran hängen)
Stoff in rot und weiß
verschiedene Schleich Tiere
Deko Bänder nach Geschmack

Das Grundgerüst für das Zirkuszelt habe ich aus Draht gebogen ( also einen Kreis, von dem verschiedene Stäbe nach oben zur Mitte gehen).
Für das Zirkuszelt habe ich dann einen etwas größeren Kreis als den Drahtkreis als Schablone gezeichnet. Diese Schablone einmal in der Mitte teilen, damit ihr 2 Halbkreise habt - und einen auf  weißen Stoff - einen auf roten Stoff übertragen. 
Die Halbkreise könnt ihr dann so lange in der Mitte falten und an der Faltlinie entlang schneiden, damit ihr kleine "Kuchenstücke" bekommt. Ich habe vier weiße und vier rote Stücke zurecht geschnitten - ihr könnt es auch noch kleiner schneiden, dann wird es aber einziemliches gefummel bis alles so zusammen genäht ist wie es soll.


Nun näht ihr immer abwechselnd ein weißes Stück an ein rotes.
Damit das Zelt auch wie ein Zelt und nicht nur wie ein Dach aussieht habe ich noch Rechtecke in der passenden Größe zugeschnitten und ebenfalls abwechselnd an dem Zelt angebracht.

Wenn ihr das habt stülpt das Zelt über euer Drahtgestell und besfestigt es mit ein paar Nadelstichen von Hand. Als verzierung habe ich dann noch ringsum eine Wimpelkette angebracht.
Schon ist euer Zelt fertig =) 

Jetzt nehmt ihr euch eure Schleich Tiere zur Hand und verziert sie so, dass sie eben Zirkustiere sind - ich habe mich damals von Google Bilder inspirieren lassen und mir echte Zirkustiere angeschaut. 
Die Federboa beim Pferd habe ich mit Heißkleber befestigt - dieser lässt sich später auch wieder entfernen wenn das Kind größer ist und normal mit den Tieren spielen möchte.
Ansonsten habe ich die Stoffe von Hand so fest genäht, dass sie halten, 
Wenn ihr zufrieden seid mit euren Tieren macht ihr sie an einem reisfestem Band oder einer reisfesten Schnur fest und macht sie ebenfalls an eurem Drahtgestell fest.


Tadaa fertig ist euer Zirkus. Ich habe mir eine Spieluhr mit Drehmotor dazu gekauft - damit Bewegung in die Sache rein kommt. Wie schon gesagt mein Sohn steht voll drauf und schaut es ausdauernd mit großen Augen an. Ich glaube die Kombination aus Rot, Weiß und dem Glitzer, gefällt ihm sehr gut weil die Kontraste so groß sind. Vielleicht kann es ja noch mehr Babys verzaubern?


Ich freue mich auf jeden Fall schon auf nächste Woche wenn ich euch das nächste Baby Projekt zeige =)
Eure Utini